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Kokosöl

Identität

Deutscher Name
Kokosöl
Wissenschaftlicher Name
Cocos nucifera
Familie
Arecaceae
Verwendeter Teil
Fruchtfleisch bzw. Kopra; natives Öl als Virgin Coconut Oil
Kategorie
Pflanzenöle

Charakteristische Inhaltsstoffe

SubstanzAnteilAnmerkung
Laurinsäure45-53 %
Myristinsäure
Caprylsäure
Caprinsäure

Etwa 90 % gesättigte Fettsäuren.

Studienlage

Die folgende Gliederung trennt nach Evidenzstufe. Leere Stufen bedeuten, dass in der Recherche keine Arbeiten gefunden wurden.

Humanstudien

erkrankte Haut (atopische Dermatitis, Kinder)

Typ: randomisiert, doppelblind, kontrolliert

Population: 117

Dauer: 8 Wochen

Intervention: Virgin Coconut Oil vs. Mineralöl, zweimal täglich

Ergebnis: Stärkere Senkung des SCORAD und des transepidermalen Wasserverlusts sowie bessere Hydratation als unter Mineralöl.

Evangelista MTP et al. (2014) International Journal of Dermatology 53:100-108 DOI: 10.1111/ijd.12339

trockene Haut (Xerose)

Typ: randomisiert, doppelblind

Population: 34

Intervention: Virgin Coconut Oil vs. Mineralöl

Ergebnis: Gleichwertige bis tendenziell bessere Wirkung auf Hydratation und Oberflächenlipide.

Agero AL, Verallo-Rowell VM (2004) Dermatitis 15:109-116 PMID: 15724344

erkrankte Haut (atopische Dermatitis, Erwachsene)

Typ: randomisiert, doppelblind, kontrolliert

Population: 52

Dauer: 4 Wochen

Intervention: Virgin Coconut Oil vs. Virgin Olive Oil

Ergebnis: Stärkere Reduktion der S.-aureus-Besiedlung als unter Olivenöl.

Quellenangabe wird derzeit geprüft

Tierstudien

Keine Studien gefunden.

In-vitro-Studien

System: Bakterienkulturen

Ergebnis: Laurinsäure und Monolaurin wirken antibakteriell gegen C. acnes und S. aureus.

Quellenangabe wird derzeit geprüft

Reviews und Metaanalysen

Typ: Narrative Review

Ergebnis: Fasst die genannten kontrollierten Studien zusammen und diskutiert die antimikrobiellen Effekte von Laurinsäure und Monolaurin.

Desai SR (2017) Dermatologic Therapy DOI: 10.1111/dth.12472

Sicherheitsaspekte

Anhang-III-Allergene

Keine deklarationspflichtigen Duftstoffallergene.

Sensibilisierung

Kontaktallergie selten. In den Studien traten keine schweren unerwünschten Ereignisse auf, gelegentlich leichtes Brennen oder Juckreiz.

Phototoxizität

Nicht phototoxisch.

Im Gesicht ist eine komedogene Wirkung möglich.

Wo die Beleglage dünn ist

Gute Evidenz für die Leave-on-Anwendung bei atopischer Dermatitis und Xerose. Keine Studien zu Rinse-off-Produkten wie Seifen oder zur Anwendung auf gesunder Haut über lange Zeiträume.

In diesen Seifen enthalten

Redaktioneller Nachschlagebereich, strikt getrennt von den Produktseiten. Rein sachliche Darstellung des Untersuchungsstands. Keine Wirkversprechen im Sinne der VO (EG) 1223/2009 und der Claims-VO (EU) 655/2013.