Totes-Meer-Salz
Identität
- Deutscher Name
- Totes-Meer-Salz
- Verwendeter Teil
- Eindampfsalz aus dem Toten Meer
- Kategorie
- Salze, Tonerden und Mineralien
Charakteristische Inhaltsstoffe
| Substanz | Anteil | Anmerkung |
|---|---|---|
| Magnesiumchlorid | 31-35 % | |
| Kaliumchlorid | 23-30 % | |
| Calciumchlorid | 0,1-0,6 % | |
| Bromid | 0,3-0,6 % | |
| Natriumchlorid | im Vergleich zu gewöhnlichem Meersalz stark reduziert |
Kursierende Angaben zu Kationenanteilen mischen unterschiedliche Bezugsbasen (Sole gegenüber Chloridsalz). Massgeblich ist die genannte geochemische Primärquelle.
Quelle: Krumgalz BS, Millero FJ (1982) Marine Chemistry 11:209-222
Studienlage
Die folgende Gliederung trennt nach Evidenzstufe. Leere Stufen bedeuten, dass in der Recherche keine Arbeiten gefunden wurden.
Humanstudien
atopisch trockene Haut
Typ: randomisiert, kontrolliert, Halbseitenvergleich
Population: 30
Dauer: 15 Minuten täglich über 6 Wochen
Intervention: Unterarmbäder in 5-prozentiger magnesiumreicher Salzlösung vs. Leitungswasser
Ergebnis: Verbesserung von transepidermalem Wasserverlust, Hydratation, Rauigkeit und Rötung am behandelten Arm.
Proksch E et al. (2005) International Journal of Dermatology 44:151-157 DOI: 10.1111/j.1365-4632.2005.02079.x
erkrankte Haut (Psoriasis vulgaris)
Typ: doppelblind, kontrolliert
Ergebnis: Senkung des PASI durch Bäder mit Totes-Meer-Badesalz.
Quellenangabe wird derzeit geprüft
erkrankte Haut (Psoriasis vulgaris, moderat bis schwer)
Typ: Phase-III-RCT (TOMESA)
Population: 367
Dauer: bis zu 35 Sitzungen
Intervention: Balneophototherapie mit 10 % Totes-Meer-Salz plus NB-UVB vs. NB-UVB allein
Ergebnis: Die Balneophototherapie erzielte eine etwa 49,5 % höhere relative PASI-Verbesserung.
Klein A et al. (2011) Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology DOI: 10.1111/j.1468-3083.2010.03840.x
Tierstudien
Keine Studien gefunden.
In-vitro-Studien
Keine Studien gefunden.
Reviews und Metaanalysen
Typ: Systematischer Review
Ergebnis: Die Wirksamkeit ist bei Psoriasis am besten belegt; für Salzlösungen bei atopischer Haut besteht moderate Evidenz.
Quellenangabe wird derzeit geprüft
Sicherheitsaspekte
Anhang-III-Allergene
Keine deklarationspflichtigen Duftstoffallergene.
Sensibilisierung
Überwiegend irritative Effekte wie Brennen und Trockenheit; keine spezifischen Allergene.
Phototoxizität
Das Salz selbst ist nicht phototoxisch. Ein Risiko entsteht ausschliesslich durch den UV-Anteil der Balneophototherapie.
Wo die Beleglage dünn ist
Die Evidenz betrifft medizinische Bäder mit Einwirkzeiten von 15 Minuten und mehr, teilweise in Kombination mit UV-Therapie. Für Seifen mit kurzer Kontaktzeit und niedriger Dosierung liegen keine Daten vor.
In diesen Seifen enthalten
Redaktioneller Nachschlagebereich, strikt getrennt von den Produktseiten. Rein sachliche Darstellung des Untersuchungsstands. Keine Wirkversprechen im Sinne der VO (EG) 1223/2009 und der Claims-VO (EU) 655/2013.